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Kita digital stärken
Rückblick auf unsere Fachtagung
21. November 2025
Die Kultur der Digitalität ist längst Teil unseres gesellschaftlichen Selbstverständnisses.
Für die frühe Bildung heißt das, pädagogische Praxis, Beteiligungskultur und organisationale Strukturen im digitalen Wandel konsequent mitzudenken. Die Fachtagung „Kita digital stärken – Bildung und Beteiligung im Wandel“ brachte Fachkräfte, Träger, Wissenschaft und Politik zusammen, um genau diese Verantwortung gemeinsam zu reflektieren.
Die digitale Transformation prägt Kommunikation und Mitgestaltung neu und beeinflusst damit die pädagogische Praxis ebenso wie Teamkultur, Zusammenarbeit mit Familien und organisationale Strukturen. Kinder erleben diesen Wandel unmittelbar. Zeitgemäße Medienbildung greift ihre Erfahrungen auf und stärkt demokratische Teilhabe in der Kultur der Digitalität. Genau hier setzte die Fachtagung an und bot Orientierung, fachlichen Austausch sowie praxisnahe Impulse für alle Ebenen der frühen Bildung. Im Fokus standen Kinderrechte, Beteiligungskultur und die Frage, wie Kitas den digitalen Wandel gemeinsam gestalten können. Zugleich macht das Berliner Bildungsprogramm in Überarbeitung deutlich, dass Medienbildung integraler Bestandteil frühpädagogischer Arbeit ist.
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Im Mittelpunkt des Vormittags standen zwei prägnante Impulse: Sarah Lange nutzte ihre Analogie zu den Haenyeo-Taucherinnen, um die Kultur der Digitalität anschaulich zu erklären. So regte sie dazu an, den Blick auch unter die Oberfläche zu richten, und digitale Transformation nicht nur technisch, sondern vor allem als Frage von Haltung und Kultur zu verstehen. Anschließend stellte Prof. Dr. Eva Reichert-Garschhammer aktuelle Forschungsergebnisse vor und zeigte auf, weshalb Kinderrechte und Medienbildung untrennbar miteinander verbunden sind.
Am Nachmittag wurde es konkret und vielfältig: Workshops gaben Einblicke in kreativen KI-Einsatz, vorurteilsbewusste Medienpädagogik, Datenschutz sowie Unterstützungsangebote für Kitas auf dem Weg der digitalen Weiterentwicklung. In den Diskussionen wurde deutlich, dass Kitas den Anforderungen der Kultur der Digitalität mit fachlicher Begleitung, reflektierter Medienpraxis und einer klaren Haltung begegnen sollten. Digitale Medien wurden dabei auch als Werkzeuge demokratischer Teilhabe verstanden, durch die Kinder ihre Perspektiven sichtbar machen und ihre Geschichten erzählen können.
Den Abschluss bildete eine lebendige Podiumsdiskussion mit Perspektiven aus Senatsverwaltung, Praxis-Trägerschaft, Fortbildung und Wissenschaft. Ein zentrales Ergebnis: Jede Kita darf und soll ihren eigenen, individuellen Weg gehen. Digitale Transformation gelingt im Miteinander der gesamten Kitagemeinschaft, unterstützt durch fachliche Expertise, qualifizierte Beratung und zukunftsorientierte Fortbildungsangebote.
Unser Dank gilt allen Mitwirkenden, Referierenden und Teilnehmenden, die diese Fachtagung mit ihren Perspektiven, Fragen und Erfahrungen bereichert haben.